Język niemiecki – transkrypcja dla klas dwujęzycznych Maj 2010 Poziom rozszerzony II | Arkusze maturalne

Przedmiot Język niemiecki – transkrypcja dla klas dwujęzycznych
Data Maj 2010
Stopień trudności Poziom rozszerzony II
Czas pracy 0 minut
Sygnatura Matura
Zrodlo Centralna Komisja Egzaminacyjna

Podgląd arkusza

1. 20 Jahre nach Öffnung des Eisernen Vorhangs sind Wachtürme, Stacheldraht und MauerresteTouristen-Attraktionen im fränkisch-thüringischen Grenzgebiet. Die deutsch-deutsche Geschichtewurde zu einer Kulisse für einen Abenteuerurlaub. Auch das abgeschiedene, 120 Kilometer langeStück Ex-Zonen-Grenze zwischen Thüringen und Bayern wurde im Rahmen eines Modellprojektszu einer touristisch interessanten Region aufbereitet.„Mit diesen interaktiven Programmen wollen wir vor allem Jugendgruppen ohne Grenzwissen undSenioren mit Wende-Erinnerungen, aber auch Familien und sportliche Urlauber ansprechen“,erklärt Stefan Fredlmeier, Geschäftsführer vom Frankenwald-Tourismus in Kronach. Wer imGeschichtsunterricht gefehlt hat, begreift hier die Tragik der Teilung spielend in wenigenUrlaubstagen. Neben Staatsgeschichte lernt man auch eine Menge über Brauchtum, Handwerk,Kultur und Natur, besucht Porzellanmanufakturen, Schieferbergwerke, Schlösser oderPralinenfabriken. Ein paar Dutzend Gasthof-Köche haben sich wieder auf die regionale Küchebesonnen.Der Frankenwald galt zu DDR-Zeiten als das Ende der Welt. Die Region überlebte – wie alleGebiete entlang der 1393 Kilometer langen deutsch-deutschen Grenze – dank staatlicherZonenrandförderung. Dass der kilometerbreite Trennstreifen auch einen Schatz barg, begriffenNaturfreunde erst, als Bürger ab November 1989 euphorisch anfingen, einen Teilder Stacheldrähte, Signalzäune, Wachtürme und Betonmauern niederzureißen. Da kam ein grünesBiotop-Band ans Tageslicht. Ein Mosaik aus ungedüngten Magerwiesen, wildenZwergstrauchheiden und unberührten Feuchtgebieten. Ungewollt hatte das Regime jahrzehntelangNaturschutz betrieben. Um freies Schussfeld zu haben, holzten DDR-Pioniere dichteFichtenwälder ab und verminten die Landschaft, die fortan keiner mehr betrat. Nur Streifender Nationalen Volksarmee patrouillierten dort. In dieser Todesstille konnten 600 gefährdetePflanzen- und Tierarten ungestört überleben.
2. WELT ONLINE: Vincent Klink ist einer der erfolgreichsten Köche Deutschlands. Er kocht imFernsehen und in der Stuttgarter „Wielandshöhe“. Der 60-Jährige versteht sich als „Gastrosoph“,der aus seiner Liebe zum Kochen eine Weltanschauung gemacht hat.Herr Klink, Sie sind jetzt seit 40 Jahren in der Spitzengastronomie tätig. Erinnern Sie sich noch anden ersten Tag Ihrer Lehre im „Waldhof“ in Lörrach?Vincent Klink: Bestens. Ich war mit den Nerven völlig runter, es war absolut ernüchternd. Damalswar Kochen nur für harte Kerle geeignet. Ich war ein ziemliches Weichei, das ausder Klosterschule kam, musisch interessiert war und eigentlich Grafikdesign hatte studierenwollen. Der Kasernenhofton um mich herum hat mich verängstigt.WELT ONLINE: Stimmt es, dass Deutschland allgemein eine kulinarische Wüste war?Klink: Oh ja. Allerdings sah es in Baden, wo ich gelernt habe, ein wenig anders aus. Ich habenicht umsonst ein Jahr lang auf die Lehre bei Haas warten müssen. Die Nähe zu Frankreich undder Schweiz, die wunderbaren Produkte vor der Haustür, gutes Klima – das hat damalsden Unterschied ausgemacht. Aber nördlich der Main-Linie war es vorbei – ab dort nur noch ToastHawaii mit Dosen-Ananas.WELT ONLINE: Haben sich die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen gebessert?Klink: Eindeutig, das fing doch schon mit den Müslis an. Da gab es zum ersten Mal Leute, diesich Gedanken über gesundes Essen gemacht haben. So hat sich das entwickelt, bis hin zu demBio-Hype, der, Gott sei Dank, heute herrscht.WELT ONLINE: Also hat Wolfram Siebeck recht, wenn er sinngemäß sagt, wer nicht Bio kauft,ist ein Idiot.Klink: Ja.
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